"Kenn´se Radeburg?....Da bin ick jeboren."
Mit diesem Ausspruch des berühmtesten Sohnes der Stadt Radeburg – dem Maler und Grafiker Heinrich Zille (1858-1929) – wird der Besucher in den neu gestalteten Räumen des Heimatmuseums Radeburg begrüßt.
Die Radeburger sind ihrem „Pinselheinrich“ bis heute liebevoll verbunden. Insofern verwundert es nicht, dass dem berühmten Maler des Berliner Alltagslebens Heinrich Zille ein eigenes Kabinett gewidmet wurde. Hier findet der interessierte Besucher viel Wissenswertes über den Künstler, auch originale Werke werden gezeigt. Im Andenken an Zilles Zeichenkunst werden in regelmäßigen Sonderausstellungen Karikaturen gezeigt und der "Heinrich-Zille-Karikaturenpreis" ausgelobt.
Geschichte und Gegenwart Radeburgs werden im Heimatmuseum der Stadt lebendig. Die Sammlung des Museums umfasst Möbel des 19. Jahrhunderts, historische Waffen und Zeugnisse des Schützenwesens, Gegenstände aus Haushalt und Handwerk, Ansichten Radeburgs und eine archäologische Sammlung.
Das Heimatmuseum Radeburg befindet sich in dem 1813 errichteten Stadthaus, welches von 1894 bis 1952 als Amtsgericht diente. Die Idee zur Gründung eines Museums entstand anlässlich des Heimatfestes 1907. Der Vorsitzende des Verschönerungsvereins, Schuldirektor und Lehrer - Paul Subklew - ermutigte die Radeburger, Gegenstände jeglicher Art zu sammeln, die die Vergangenheit ihrer Heimat dokumentieren. Diese Leihgaben und Schenkungen bildeten neben archäologischen Funden aus der Bronzezeit den Grundstock für das Museum. 1954 erhielt es sein endgültiges Domizil im Stadthaus und späteren Amtsgericht der Stadt.
2017 wurde das Gebäude, in dem das Heimatmuseum untergebracht ist, komplett saniert. So wurde es möglich, neben den Ausstellungsräumen auch einen Fundus, Sonderausstellungsräume sowie einen Raum für museumspädagogische Arbeit und die Heimatforschung einzurichten. Die stadtgeschichtlichen Sammlungen sowie die Dauerausstellung zu Heinrich Zille wurden komplett überarbeitet.
Entgeltordnung des Heimatmuseums der Stadt Radeburg