Vier Kommunen, ein Ziel: Radebeul, Coswig, Moritzburg und Radeburg starten gemeinsam Kommunale Wärmeplanung

Herausgeber SachsenEnergie

 

Die Großen Kreisstädte Radebeul und Coswig, die Gemeinde Moritzburg sowie die Stadt Radeburg gehen die Kommunale Wärmeplanung gemeinsam an. Ziel ist es, bis Anfang 2028 eine fundierte Grundlage für die zukünftige Wärmeversorgung für alle vier Kommunen zu schaffen. Am 15. September war offizieller Projektstart. SachsenEnergie und seecon Ingenieure unterstützen die Kommunen bei der Erstellung der Wärmepläne. Die Finanzierung des gemeinsamen Projekts erfolgt über den gesetzlich geregelten Mehrbelastungsausgleich des Freistaates Sachsen.

 

Gemeinsam planen, regional denken

Eine Besonderheit des Vorhabens ist die Zusammenarbeit der vier Kommunen im Rahmen eines sogenannten Konvois. Statt vier voneinander unabhängige Planungen durchzuführen, werden zentrale Arbeitsschritte gemeinsam bearbeitet und regionale Zusammenhänge von Anfang an mitgedacht.

Gunnar Schneider aus dem Kommunalvertrieb SachsenEnergie betont die Vorteile: „Mit dem Konvoi haben sich vier Kommunen bewusst für eine gemeinsame Vorgehensweise entschieden. Das ermöglicht einen intensiven fachlichen Austausch und eröffnet die Chance, Potenziale und Infrastrukturen nicht nur innerhalb einzelner Kommunen, sondern in der Region insgesamt zu betrachten. Gleichzeitig erhält jede Kommune einen eigenen Wärmeplan, der ihre örtlichen Besonderheiten berücksichtigt.“ Durch die Zusammenarbeit können Erfahrungen gebündelt, Synergien genutzt und übergeordnete Zusammenhänge frühzeitig berücksichtigt werden. Gleichzeitig bleibt die Planung auf die jeweiligen Rahmenbedingungen und Anforderungen der einzelnen Kommunen zugeschnitten.

 

Orientierung für die Wärmeversorgung von morgen

Im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung erfassen die Projektpartner die heutige Wärmeversorgung in den vier Kommunen. Untersucht werden unter anderem die eingesetzten Energieträger, bestehende Infrastrukturen sowie Potenziale für erneuerbare Energien, Umweltwärme und Abwärme. Auf dieser Grundlage entstehen Entwicklungsszenarien für die kommenden Jahre. Sie zeigen auf, welche Möglichkeiten für die Wärmeversorgung vor Ort bestehen und dienen Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern als Orientierung für zukünftige Entscheidungen.

Bert Wendsche, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Radebeul und Gastgeber der Kick-off-Veranstaltung bekräftigt dies: „Die Kommunale Wärmeplanung ist ein wichtiger Baustein, um die Wärmeversorgung langfristig planbar und zukunftsfähig zu gestalten. Mit dem Projekt schaffen wir eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die kommenden Jahre und geben Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen Orientierung für künftige Investitionen.“

Wichtig ist dabei: Die Wärmeplanung trifft keine Festlegungen für einzelne Gebäude und verpflichtet Eigentümerinnen und Eigentümer nicht zum Austausch bestehender Heizungen. Sie beschreibt vielmehr mögliche Entwicklungsperspektiven für die Wärmeversorgung auf kommunaler Ebene.

Beteiligung erwünscht

Die Kommunale Wärmeplanung lebt vom Austausch mit den Akteuren vor Ort. Daher werden im Projektverlauf verschiedene Beteiligungsformate angeboten, um Kenntnisse und Erfahrungen von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Institutionen und weiteren Interessengruppen in den Prozess einzubeziehen. Zum Projektstart haben die Projektleiter der SachsenEnergie und der seecon Ingenieure Ziele, Vorgehensweise und Beteiligungsmöglichkeiten vorgestellt. Über wichtige Meilensteine und Zwischenergebnisse werden die Projektpartner die Akteure und die Öffentlichkeit regelmäßig informieren.

SachsenEnergie bringt Erfahrung aus zahlreichen Kommunen ein

SachsenEnergie begleitet bereits zahlreiche Städte und Gemeinden in Ostsachsen bei der Erstellung Kommunaler Wärmepläne. Die dabei gewonnenen Erfahrungen fließen nun auch in den Konvoi der Kommunalen Wärmeplanung von Radebeul, Coswig, Moritzburg und Radeburg ein.
 
Weitere Informationen zur Kommunalen Wärmeplanung mit SachsenEnergie: www.sachsenenergie.de/waermeplanung

 

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Planen gemeinsame ihre künftige Wärmeversorgung (v.l.n.r.) Michaela Ritter (Bürgermeisterin Radeburg), Thomas Schubert (Oberbürgermeister Coswig), Katrin Sontag (Bürgermeisterin Moritzburg), Bert Wendsche (Oberbürgermeister Radebeul) ©Martin Förster