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9.9.2010 : 4:28 : +0200

Zille in Radeburg

Gedenktafel am Geburtshaus
Gedenktafel am Geburtshaus
Denkmal an der Zilleschule (Kopie des Denkmals  von Prof. Drake am Märkischen Museum)
Denkmal an der Zilleschule (Kopie des Denkmals von Prof. Drake am Märkischen Museum)
Gedenkstein im Zille-Hain
Gedenkstein im Zille-Hain

Heinrich Zille

Heinrich Rudolf Zille (* 10. Januar 1858 in Radeburg; † 9. August 1929 in Berlin) war ein Grafiker, Lithograf, Maler, Zeichner und Fotograf.

In seiner Kunst bevorzugte der „Pinselheinrich" genannte Zille Themen aus dem Berliner „Milljöh", das er ebenso lokalpatriotisch wie sozialkritisch darstellte - seine Figuren und Szenen stammten vornehmlich aus der sozialen Unterschicht beziehungsweise aus Randgruppen und aus den Berliner Mietskasernen.

Zilles Kindheit in Sachsen

Heinrich Zille war Sohn des Uhrmachers Johann Traugott Zille und dessen Ehefrau Ernestine Louise, einer Bergmannstochter aus dem Erzgebirge. Der Vater war zunächst Grobschmied, besaß aber soviel handwerkliches Geschick und technische Begabung, dass er es bald zum Uhrmacher, Goldschmied und Erfinder von Werkzeugen brachte. Heinrich Zille wurde in der sächsischen Kleinstadt Radeburg (bei Dresden) in einem Hintergebäude des heutigen Hauses Markt 11 geboren, an dem eine Gedenktafel an ihn erinnert. Noch im selben Jahr brannte die gesamte nördliche Marktseite ab und die Zilles zogen in das damalige Gasthaus "Stadt Leipzig", heute Heinrich-Zille-Str. 1, um. Hier lebte Heinrich Zille bis zu seinem dritten Lebensjahr.

Seine weitere Kindheit verbrachte Zille in Potschappel, heute zu Freital gehörend. Heinrich Zilles Kindheit und Jugend war nicht unbeschwert; der Vater saß mehrmals im Schuldgefängnis und Gläubiger ängstigten die Familie so sehr, dass der junge Zille oft zur Großmutter gegeben wurde. 1867 flüchtete die Familie vor den Schuldeneintreibern nach Berlin. Bis zu Heinrichs 14 Lebensjahr hauste die Familie dort unter ärmlichen Bedingungen in einer Kellerwohnung nahe dem Schlesischen Bahnhof.

Quelle aller Angaben auf dieser Seite: Wikipedia

Zilles Werk und Wirken ist ebenfalls in der vorgenannten Quelle zu finden. Die  Seite wurde in die Liste der besonders lesenswerten Artikel aufgenommen.